Seite zuletzt aktualisiert: 30. Januar 2018

bewegung.taz.de -
Plattform für Veränderung
"Du siehst mich!"
Kirchentag 2017

Informationsseite der Ahauser Christinnen und Christen gegen Atomenergie
Startseite
Willkommen auf der Homepage der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus e. V."
Dienstag, den 30. Januar 2018 um 15:54 Uhr

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW)
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
AntiAtomBonn
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

 

Gronau/Lingen/Bonn/Berlin/Münster, 29. Januar 2018

 

Allianz gegen Urananreicherung und Brennelementeproduktion:

- Neue Bundesregierung muss Urananlagen in Gronau und Lingen stilllegen
- 6. Februar: Mahnwache vor Düsseldorfer Staatskanzlei

 

Rund ein Dutzend Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände haben am Wochenende in Münster eine Allianz zur Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau und der Brennelementefabrik Lingen beschlossen. Ziel ist es, dass die neue Bundesregierung beide Atomanlagen in den Atomausstieg mit aufnimmt. Bislang sollen die Urananreicherung und die Brennelementefertigung trotz beschlossener Abschaltung der Atomkraftwerke zeitlich unbefristet weiterlaufen. Die Initiativen und Verbände fordern nun vehement, dass bei den begonnenen Koalitionsgesprächen zwischen CDU und SPD die Stilllegung dieser beiden wichtigen Atomanlagen festgezurrt wird, und zugleich der Ausstieg aus der Braunkohle vereinbart wird, um die Klimaziele für 2020 noch zu erreichen.

Besonders im Fokus steht dabei NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU): "Es war Herr Laschet, der als Ministerpräsident im Sommer 2017 ein Ende der gefährlichen Brennelementexporte von Lingen zu den belgischen Schrottreaktoren Tihange und Doel gefordert hat. Nun fordert Herr Laschet jedoch, dreckige Braunkohle nach Belgien zu schicken. Von einem Exportstopp für Brennelemente ist nicht mehr die Rede. Der Atomausstieg und ein Ende der Braunkohleförderung und –verstromung dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden – Herr Laschet steht im Wort," forderte Dr. Angelika Claußen von der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW.

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, rufen die Initiativen und Verbände für Dienstag, 6. Februar um 16 Uhr zu einer Mahnwache vor der Düsseldorfer Staatskanzlei auf. "In der Koalitionsgesprächen wird die Atom- und Umweltpolitik der nächsten Jahre festgelegt. Weder CDU noch SPD können einfach weggucken, wenn Deutschland mit deutschem Uranbrennstoff Schrottreaktoren im Ausland beliefert – und zugleich die eigenen Klimaziele einfach reißt. Ein "Weiter so" der GroKo wäre ein umweltpolitischer Mega-GAU," so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Zugleich kritisierten die Initiativen und Verbände scharf, dass Deutschland in den letzten Monaten auch den schon vor der Inbetriebnahme stehenden Skandal-Reaktor Olkiluoto 3 in Finnland mit frischen Brennelementen aus Lingen beliefert hat. Mit den entsprechenden Exportgenehmigungen hat die Bundesregierung erneut das Gefahrenpotenzial eines schweren Reaktorunglücks in Europa erhöht.

Gegen die Transporte von Uran und Brennelementen quer durch Deutschland von und zu den Hamburger Häfen planen die Initiativen für den 24. Februar einen dezentralen Aktionstag entlang der Transportstrecken. Für den 30. März kündigten die Initiativen und Verbände zudem einen Ostermarsch in Gronau gegen die militärische Nutzbarkeit der Urananreicherung an. Gerade die jetzt bekannt gewordenen Pläne des US-Urananreicherers Centrus Energy, Anteile des deutschen Urananreicherers Urenco zu kaufen, führt zu großer Sorge, ob die Urananreicherung in Gronau in Zukunft verstärkt auch für militärische Zwecke genutzt werden soll.

Weitere Infos:
www.ippnw.de, www.sofa-ms.de, www.antiatombonn.de, www.bbu-online.de

Kontakt:
Dr. Angelika Claußen (IPPNW):
Tel. 0172 – 5882786

Matthias Eickhoff (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen):
Tel. 0176 – 64699023

Udo Buchholz (BBU / AKU Gronau):
Tel. 02562 – 23125

 
Montag, den 29. Januar 2018 um 22:33 Uhr

Ahaus, den 29. Januar 2018

Hinweis

Infostand statt Sonntagsspaziergang im Februar

Die BI Ahaus organsiert für Samstag, den 24. Februar in der Ahauser Fußgängerzone einen Infostand zu folgenden Themenschwerpunkten:

  • Jülich-BE-Transporte nach Ahaus
  • Drohende Transporte der FRM II-BE aus Garching
  • Diskussion um die Zukunft der Langzeit-Zwischenlagerung

Der Sonntagsspaziergang im Februar entfällt deswegen.

Der nächste Sonntagsspaziergang findet am 18. März statt und hat den Schwerpunkt "20 Jahre Tag X".

 
Freitag, den 19. Januar 2018 um 12:31 Uhr

Ahaus, den 19. Januar 2018

Pressemeldung

2018 extrem gefährlicher CASTOR-Transport nach Ahaus!

Informationen dazu am Sonntag, dem 21.1.2018 um 14:00 Uhr auf der Kundgebung der BI am Mahner in Ahaus.

In einem Gutachten, welches das Nationale Begleitgremium (NBG) am vergangenen Samstag veröffentlicht hat, wird das reinste Horrorszenario für Ahaus dargestellt:
Die abgebrannten Brennelemente des FRM-II in Garching sollen im Zwischenlager Ahaus aufbewahrt werden, bis ein Endlager zur Verfügung steht.

Einige Knackpunkte aus dem Gutachten:

  • Der physische Schutz des BZA entspricht selbst nach dem Bau einer Schutzmauer nicht den Anforderungen, wie es für diesen mit 87,5% (Uran235) hoch angereichertem Atommüll (Highly Enriched Uranium HEU) erforderlich ist. Im Vergleich dazu: Brennelemente eines Leichtwasserreaktors haben im Zwischenlager nur noch 1-2% angereichertes Uran!
  • 2010 sollte der FRM II auf niedrig angereichertes Uran (Low Enriched Uranium LEU) umgerüstet werden. Das ist bis 2018 nicht geschehen - und auch nicht absehbar! Die FRM II Betreiber haben die Umrüstung von HEU auf LEU bewusst sabotiert!
  • Legt man aktuelle Maßstäbe an, enthält ein Lagerbehälter CASTOR MTR-3 genügend Uran für etwa fünf Kernwaffen. Terroristen können mit dem Spaltmaterial ohne spezielle Kenntnisse in acht Wochen eine Atombombe fertigen.
  • Daraus lässt sich ableiten, dass das in Ahaus zwischenzulagernde HEU sehr attraktiv für Terroristen ist.
  • Nach einer Analyse im Rahmen der Stresstests der Entsorgungskommission soll das BZA die Anforderung des höchsten mechanischen und thermischen Schutzgrades 3 für den Fall eines Flugzeugabsturzes erfüllen. Bezeichnenderweise hat die ESK diese Bewertung jetzt wieder von der Internetseite entfernt, denn:

"Mit Wandstärken im oberen Bereich von nur 20cm und Deckenstärken von auch nur 20cm wird eigentlich keine Schutzklasse erfüllt, schon gar nicht die höchste. Das sind Pseudo-Schutzklassen, bei denen eklatante Mängel durch "Geheimhaltung" übertüncht werden. Wir in Ahaus haben aber ein Recht auf reale Sicherheit, die im BZA nicht gewährleistet ist. Daher fordern wir, dass der FRM II-Müll in Garching bleibt", so Felix Ruwe, Sprecher der BI-Ahaus.

Felix Ruwe
Tel.: 02561 6577

Gutachterliche Stellungnahme zum Forschungsreaktor München II (FRM-II) (PDF)

 

Veranstaltungen

previous month Februar 2018 next month
So Mo Di Mi Do Fr Sa
week 5 1 2 3
week 6 4 5 6 7 8 9 10
week 7 11 12 13 14 15 16 17
week 8 18 19 20 21 22 23 24
week 9 25 26 27 28

BI-BÜRO

Bürozeiten:
MI.: 17.00 - 19.00 Uhr
 

Spenden:

 

Kto: 59 564 021
BLZ: 401 545 30
Sparkasse Westmünsterland
 

Adresse:

 

Bahnhofstr. 27 - 48683 Ahaus

Postfach 1165 - 48661 Ahaus

 

 
Telefon: 02561 / 961791