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Freitag, den 02. Dezember 2016 um 16:26 Uhr

02. Dezember 2016

Pressemitteilung des Bündnisses gegen Castor-Exporte

Option Zwischenlager-Neubau in Jülich: Sind 10 Jahre realistisch?

 

Jülich, Dezember 2016. Atomkraftgegner sehen sich in ihrer Kritik an den irreführenden Aussagen der Verantwortlichen über die zeitlichen Dimensionen der drei Optionen für die 152 Castoren aus Jülich bestätigt, mit denen die Öffentlichkeit seit Jahren getäuscht wird.
Seit mindestens 2009 laufen die Planungen, die Castoren nach Ahaus zu bringen, seit 2012 sind Planungen für einen USA-Export bekannt und seit Jahren heißt es: Ein Zwischenlager-Neubau in Jülich dauert zehn Jahre, ohne dass diese Option voran getrieben wird.

Castor-Transporte erfordern aufwändiges Sicherungskonzept

Nun offenbart sich, dass das Risiko und der Aufwand für die Castor- Transporte nach Ahaus doch deutlich größer sind, als ursprünglich gedacht. Laut Medienberichten ist völlig offen, wie lange es dauert, ein Sicherheitskonzept bezüglich Terrorangriffe für die Castor- Transporte nach Ahaus zu erstellen – ein solches Sicherheitskonzept dürfte auch für einen Castor-Export in die USA erforderlich sein. Nur dass es hier bezüglich Verladung und Verschiffung deutlich komplizierter ausfallen dürfte, vermutet das Bündnis gegen Castor- Exporte. „Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich, dass der Neubau eines möglichst sicheren Zwischenlagers in Jülich immer noch als langsamste und komplizierteste Variante dargestellt wird“, so Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“.

Andere Zwischenlager-Neubauten benötigen nur vier Jahre

Nach Ansicht der Atomkraftgegner wird die Option des Zwischenlager-Neubaus von der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) vermutlich extra langwierig veranschlagt, um diese Option zu verhindern. Denn die Castor-Zwischenlager an den anderen AKW-Standorten konnten laut Bundesamt für Strahlenschutz innerhalb von drei Jahren gebaut werden. „Das Beispiel des Zwischenlagers am AKW Lingen zeigt, dass vom Antrag bis zur Einlagerung nur vier Jahre vergangen sind“, erklärt Hartmut Liebermann von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“.

Alle Energie in möglichst sicheren Zwischenlager-Neubau stecken

„Wenn Betreiber und Behörden wollen, kann es offenbar also ganz schnell gehen“, so Hartmut Liebermann weiter. Die Atomkraftgegner bekräftigen deswegen erneut ihre Forderung, endlich den Bau eines möglichst sicheren Zwischenlager-Neubaus in Jülich voranzutreiben, statt weiterhin Energie in die sinnlosen Castor-Transporte nach Ahaus oder in den juristisch verbotenen Export in die USA zu stecken. Anstatt seit 2009 alle Aktivitäten in Transportplanungen zu stecken, hätte ein neues, möglichst sicheres Zwischenlager geplant und beantragt werden können – und wäre heute bereits fertig! Am Donnerstag meldete der WDR, dass die Castor-Transporte nach Ahaus 2017 nicht stattfinden können, weil noch Sicherungskonzepte gegen Terrorangriffe erstellt werden müssen. Dazu müsse auch ein Schutz der Castoren gegen Sprengstoffanschläge oder der Einsatz gepanzerter LKW geprüft werden.

Quellen:
http://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/atommuell-juelich-konzept-100.html
http://www.rwe.com/web/cms/mediablob/de/17062/data/17066/3/rwe-powerag/energietraeger/kernkraft/kkw-emsland/links-und-downloads/Down1.pdf
https://www.bfs.de/DE/themen/ne/zwischenlager/dezentral/
standortebelegung/standorte-belegung.html

Kontakt für Rückfragen:

Marita Boslar, Aktionsbündnis „Stop Westcastor“: 0176 52270865
Hartmut Liebermann, BI „Kein Atommüll in Ahaus“: 0163 6008383

PDF-Datei

 
Freitag, den 18. November 2016 um 20:49 Uhr

Ahaus, den 17. November 2016

Pressemeldung

Geld eingestrichen – Risiko outsourcen, Sonntagsdemo der BI-Ahaus!

Am kommenden Sonntag, dem 20. November 2016 um 14:00 Uhr am Brennelemente Zwischenlager Ahaus (BZA), demonstrieren wir gegen die geplante Atommüllverschiebung von Jülich nach Ahaus!

Das Forschungszentrum Jülich hat nach eigenen Angaben keine Verantwortung mehr für den Jülicher Atommüll, da sie den Müll an die JEN (Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH) abgegeben haben. Nach eigener Darstellung hat das FZJ somit keine Kontrolle über den weiteren Umgang mit den Kugel-Brennelementen, die derzeit noch in 152 CASTOR-Behältern im FZJ lagern. Damit hat das Forschungszentrum Jülich den großen Konzernen eOn, RWE, EnBW und Vattenfall vorgemacht, wie man die dreckigen Hinterlassenschaften einst lukrativer Geschäftszweige auf andere Menschen abwälzen kann.

„So einfach und schnell kann eine staatliche Forschungsgemeinschaft die Verantwortung für über 25 Jahre Atomreaktor-Risiko und extrem gefährlichen Atommüll outsourcen. Ministerien, Dienstaufsichten und Genehmigungsbehörden erweisen sich dabei als willfährige Helfer. Da werden unter dem Deckmantel der Terrorgefahr hinter verschlossenen Türen und ohne jede öffentliche Kontrolle Tatsachen geschaffen, die zwangsweise zu Vertragsbrüchen und unzumutbaren Risiken führen. Außer sinnlosen Atommüllverschiebungen und zeit- und geldaufwändigen Kommissionen ist man in Deutschland in Fragen der sicheren Endlagerung von Atommüll nicht weiter gekommen“, so der Sprecher der BI-Ahaus.

Am Sonntag informieren wir über „innovative“ Anpassung von Originaldokumenten und zahlreiche Schriftwechsel mit Ämtern und Behörden.

Etwas Erfreuliches gibt es aus Gorleben zu berichten:
“Jahrelang sind Tausende zu uns gekommen, um uns gegen Castor-Transporte zu unterstützen, wenn 2017 wieder Castoren rollen, zum Beispiel nach Ahaus, dann sind wir gefragt.”
So endete die aktuelle Pressemeldung der BI-Umweltschutz aus Gorleben.

Felix Ruwe

BI-Ahaus Tel.: 02561 / 6577

 
Samstag, den 01. Oktober 2016 um 14:57 Uhr

Ahaus, den 01. Oktober 2016

Mit großer Bestürzung haben wir die Nachricht vom Tode unseres Freundes Willi Hesters aufgenommen. Willi hat viele Jahre für die nationale und internationale Vernetzung der Anti-Atom-Bewegung gearbeitet und hat besonders den Widerstand gegen die Atommülltransporte nach Ahaus aktiv mitgetragen.

Willi Hesters war zutiefst überzeugt, dass die Nutzung der Atomenergie nicht verantwortbar ist. Seine fundierten Kenntnisse und seine ethische Überzeugung brachte er mit viel Engagement in die Bewegung ein.

Wir werden Willi mit seiner ruhigen, besonnenen Art sehr vermissen. Unsere herzliche Anteilnahme gilt in diesen schweren Tagen seiner Familie.

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" e.V.

 

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